Ride&Fly war voller Erfolg

Ambulanter Kinderhospizdienst für den Bodenseekreis
Ambulanter Kinderhospizdienst für den Landkreis Ravensburg
Spende für ambulanten Kinderhospizdienst in Ravensburg gesammelt

Reute-Gaisbeuren – Heiße Öfen, heißer Sound, coole Flüge: Unter diesem Motto ging es am Flugplatz des Sport- und Segelfliegerclubs beim dritten „Ride&Fly“ am Samstag hoch her. Während das Publikum auf dem Parkplatz des Flugplatzes Reute die Bikes des Clubs Tatoo Brotherhood und die American Cars der Junkers aus Aulendorf bestaunen konnten, lud der Fliegerclub parallel die Besucher zum Rundflug über Oberschwaben ein. Am Platz war normaler Flugbetrieb. Das ist die Ausnahme, betonte Andreas Schupp, Vorsitzender des Sport- und Segelfliegerclubs. Normalerweise ist bei Flugplatzveranstaltungen der Flugbetrieb nur eingeschränkt möglich. Nicht so beim Ride&Fly – hier ist es gewollt, dass Motorpower am Boden und in der Luft zu sehen ist.

Die beiden Clubs veranstalten dieses Fest zum drittenmal gemeinsam. Bei freiem Eintritt war es Ziel dieser Veranstaltung, möglichst viele Spenden für den ambulanten Kinderhospizdienst „Amalie“ in Ravensburg zu sammeln. Markus Saez, selbst Familienvater, ist es ein besonderes Anliegen, eine Einrichtung wie den ambulanten Kinderhospizdienst in Ravensburg zu unterstützen. Dieser unterstützt im Landkreis Ravensburg und dem Bodenseekreis Familien, deren Kinder laut Diagnose eine begrenzte Lebenserwartung haben oder lebensbedrohlich erkrankt sind. Träger sind die Kooperationspartner Malteser Hilfsdienst e.V. und die Stiftung Liebenau. „Amalie“ unterstützt auch Kinder und Jugendliche, die von einem Elternteil Abschied nehmen müssen. Die Begleitung für die Familien ist kostenlos, deshalb ist der Dienst auf Spenden angewiesen.

In der Fliegerhalle, wo normalerweise die Flugzeuge geparkt werden, war ab dem Nachmittag die Stimmung garantiert. Dafür sorgte Daniel Unger, der „Earl of Sound“ aus Aulendorf, als Erster von insgesamt drei Livebands. Als Alleinunterhalter schaffte er es, mit seiner Stimme, einer Mundharmonika, einer Rhythmusgitarre und Tamburin per Fuß betätigt, den richtigen Blues-Sound zu erzeugen und die Anwesenden zu begeistern. Danach heizte die Liveband „110 Prozent“ vom schwäbischen Meer mit fetzigem, selbst komponiertem deutschen Rock dem Publikum ordentlich ein. Die Band “Over Dose“ verstand es ausgezeichnet, bis zum Schluss das AC/DC-Feeling bei der inzwischen gut gefüllten Halle und dem aufgeheizten Publikum zu halten. Die vielen Zugabe-Forderungen haben dies lautstark bewiesen. Bis zum Ende der Veranstaltung war die Feierlaune ungebrochen und friedlich.

Am Sonntag war es dann so weit, Markus Saez mit seinen Clubkameraden und Andreas Schupp überreichten Elisabeth Mogg, Ansprechpartnerin vom ambulanten Kinderhospizdienst in Ravensburg, eine Spende in Höhe von sage und schreibe 1800 Euro.

Text : Johann Schuler, Foto E. Mogg